Holz nutzen heisst

Verantwortung tragen

 

regionale 

Wertschöpfung

Appenzeller Holz

Philosophie

 
 

Altbewährtes neu entdeckt

Die patentierten Appenzellerholz–Elemente enthalten kein Leim oder andere giftige Chemikalien. Bereits der ursprüngliche Blockhausbau sowie der daraus abgeleitete Strickbau sind für diese Vorzüge bekannt. Das Appenzellerholz-System bietet daher auch für Blockbauliebhaber eine filigrane Alternative. Somit können wirtschaftliche, ökologische, bauphysikalische sowie ästhetische Anforderungen erfüllt werden.

 
 

Wohnen im Holzhaus ist gesund

die Goretex-Jacke unter den Häusern

Schön zu wissen, dass die schöne Oberfläche des Holzes nicht trügt. Denn im richtig konstruierten und gepflegten Holzhaus lebt man erwiesenermassen gesund. Dies wird besonders von Allergikern geschätzt.

Mit Holz als Baumaterial kann das Haus atmen. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Weil der organische Stoff Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben kann, herrscht im Inneren eines Holzhauses ein behagliches Wohnklima – und zwar von Anfang an, weil Holz trocken verbaut wird. Das gibt der Feuchtigkeit im Hausinnern keine Chance.

Heute ist es möglich, Holzwände ohne Dampfbremse zu konstruieren, die doch luftdicht und zugleich diffusionsoffen sind, wie unsere Appenzellerholz–Elemente. Die gute Dämmung eines zeitgemäss gebauten Holzhauses ihrerseits sorgt auf der Innenseite für behagliche Temperaturen – im Sommer genauso wie im Winter. Das Wohlbefinden im Holzhaus ist von Dauer – auch ohne, oder gerade weil ohne Chemie.

Trockenes Holz zu verbauen ist der beste vorbeugende Holzschutz. (Appenzellerholz wird vor der Verarbeitung zu Elementen auf 6-8% Holzfeuchtigkeit getrocknet). Der Sachverstand der Zimmerleute gewährleistet mit der Wahl der richtigen Holzart und erprobten konstruktiven Lösungen, dass auch im Aussenbereich nicht auf Chemikalien zurückgegriffen werden muss, die für die Bewohner eine Belastung darstellen könnten.

 
 

Holz ist ein fantastischer Baustoff

Holz ist der einzige nachwachsende Rohstoff in der Schweiz. Dabei gibt es weder Rohstoff - noch Entsorgungsprobleme, denn Holz ist CO²-neutral, da bei der Entstehung genau so viel Kohlendioxid aus der Luft gebunden wird, wie bei der Entsorgung durch Verbrennen oder Verrotten wieder abgegeben wird.

Warum also sollen wir mit riesigen technischem und energetischem Aufwand einen Verbundstoff nach dem Vorbild des Holzes entwickeln, wenn dieser doch gleich vor unserer Haustüre von alleine wächst?

Wenn man bedenkt, wie schlank und gleichzeitig wie hoch ein ausgewachsener Baum ist und so manchem Sturm trotzt, versteht sogar ein Laie, dass hier ein Meisterwerk an Statik vor ihm steht. Das Holz mit seiner komplexen und ausgeklügelter Struktur bietet grosse Vorteile.

 
 

Holz nutzen heisst Verantwortung tragen

Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, erweist nicht nur seiner eigenen Gesundheit einen Dienst, sondern nimmt auch Verantwortung für die Umwelt wahr. Denn Holz ist ein erneuerbarer Rohstoff und die Ressource Wald wird in der Schweiz nachhaltig bewirtschaftet.

Fast ein Drittel unserer Landfläche ist mit Wald bedeckt. Darin wachsen alle zehn Minuten das Holz für ein Vollholz–Elementhaus nach. Das ergibt pro Stunde sechs Häuser, pro Tag 144 und pro Jahr 52'560 Häuser. Bis heute nutzen wir jedoch nur etwa zwei Drittel des Holzes – es wächst also regelmässig viel mehr Holz nach, als geerntet wird.

Das Holz für unsere Vollholzelemente wird lokal gewonnen, so belasten wir die Umwelt nicht mit langen Transportwegen. Die spätere Entsorgung ist problemlos. Altholz ist kein Sondermüll, sondern kann als kohlendioxidneutrale Energiequelle genutzt werden. 

Manch altes Bauteil lässt sich wieder verwenden, denn die ausgezeichneten Materialeigenschaften von Holz verändern sich durch die Nutzung nicht. So oder so: Was von der Holznutzung übrig bleibt, geht zurück in den Kreislauf der Natur und ist wieder Grundlage für den nächsten Baum und die nächste Generation.

pro Stunde wachsen sechs Vollholz-Häuser
 
 

Argumente

 
 

Natürlichkeit

 

 

               

Dank der ausgeklügelten Dübeltechnik sind keine Verleimungen nötig und Appenzellerholz bleibt Holz natur.

 

Raumklima

 

 

Die Speichermasse und die geringe Wärmeleitfähigkeit ergeben ein hervorragendes Wohnklima.

 

Wärme

 

 

Feine Lufteinschlüsse zwischen den sägerohen Holzlagen  führen zum guten Wärmedämmwert von Appenzellerholz.

 

Dampfdiffusion

 

 

   

Appenzellerholz ist atmungsaktiv und reguliert die Feuchtigkeit vergleichbar mit einer Goretexjacke.

 

Schallschutz

 

 

Durch die hohe Masse und fachgerechte Details erreicht das Appenzellerholz optimale Schalldämmwerte.

 

Statik

 

 

Durch die vorzügliche Elastizität bietet ein Tragwerk aus Appenzellerholz  beste Erdbebensicherheit.

 

Brandschutz

 

 

Appenzellerholz brennt durch seine Kompaktheit äusserst schlecht und verkohlt nur langsam.

 

Ästhetik

 

 

Die homogene Konstruktion lässt Raum für Gestaltung und konstruktive Detaillösungen offen und garantiert eine grosse Wertschätzung des Nutzers.

 

Strahlenschutz

 

 

Eine Gebäudehülle in Appenzellerholz schützt natürlich vor Elektrosmog und hochfrequenten Strahlen.

 

Ökologie

 

Die CO²–Bilanz vom eingebauten, unbehandelten Holz ist besser als neutral.

 

Regional

 

 

Das einheimische Holz wird in den örtlichen Sägereien des Appenzellerlandes eingesägt und getrocknet.

 

 

 

 
 
 
 

System

 

alte Weisheiten neu kombiniert

Gitterträgerbrücken wurden schon vor Jahrhunderten produziert. Dieses sehr leistungsfähige Tragwerk, das nur mit Holzdübeln verbunden und somit sehr einfach herzustellen ist. Holznägel als Verbindungselement finden wir seit Beginn unserer Geschichte. Im Bootsbau wurde zusätzlich ein mit Leinöl getränktes Tuch zwischen die Bretter gelegt, damit die Wasserdichtigkeit gewährleistet war. Die Kombination der Drei Holz-Weisheiten:

  • Gekreuzte Anordnung der Bretter für tragende, aussteifende Elemente
  • Holznägel zum Verbinden von Brettern
  • Tuch als Dichtung

… ergibt den Elementaufbau von Appenzellerholz. Gekreuzte und getrocknete Bretterlagen aus Fichten- und Tannenholz, dazwischen liegt eine Winddichtung aus Wolle, Baumwolle und Hadern. Verbunden wird das Ganze mit Hartholzdübeln aus Buchenholz. Ganz ohne Leim und Metall.

 
 
 

natürlicher Elementbau

von A bis Z

Produktion

 

Produktionsablauf / Produktionsanlagen

Eine top moderne Produktionsstrasse mit 26 gesteuerten Achsen wurde eigens zur Herstellung von Appenzellerholz-Elementen zusammen mit der Firma TechnoWood aus Wildhaus entwickelt.

 

Die Herstellung ist in drei Bereiche gegliedert:

Legen

Bohren / Dübeln

Zuschneiden / Bearbeiten

 

Das Legeportal ergreift verschieden lange Bretter und legt diese in beliebiger Richtung auf den 48 Meter langen Produktionstisch. Dabei werden grosse Öffnungen nicht ausgelegt, wodurch der Abschnitt auf ein Minimum reduziert werden kann.

Zwischen die Bretterlagen wird ein Vlies aus Wolle, Baumwolle und Hadern gelegt. Das Vlies übernimmt die Funktion der Winddichtung. 

 

Es entsteht ein Bretterteppich, welcher unter das Dübelportal geschoben wird. Das Dübelportal bohrt die Dübellöcher und presst die Dübel, welche komprimiert sind, unter Druck in den Kreuzungspunkten in die Bretter ein. Durch dieses Vorgehen kann auf Leim und Metall gänzlich verzichtet werden. 

Entlang den Element- und Ausschnittkonturen wird dichter gedübelt. Auch die Dübelung wird direkt aus dem Programmiersystem übertragen. Die Daten werden in unserem Planungsbüro aus dem CAD ausgelagert und direkt auf die Maschinen übergeben. Das Dübelaggregat kann direkt mit abgelängten Dübelstangen bestückt werden.

 

Das Bearbeitungscenter bringt die Appenzellerholz–Elemente so richtig in Form. Es sägt die Konturen, bohrt die Steckdosen, fräst die Verbindungsnuten, kalibriert die Elemente auf die genaue Dicke und viele weitere Bearbeitungsmöglichkeiten. Das Sägeblatt mit einem Durchmesser von 800 mm wird mit präziser, sicherer Hand durch die Elemente geführt.

Die 20kW-Spindel holt verschiedene Werkzeuge wie Bohrer, Fräser, Nuter, Planfräser und auch Sägen aus dem Werkzeugmagazin und bearbeitet die Elemente in jeder Lage. Die Säge- und das Spindelaggregate können 5-achsig im Raum bewegt werden.

 
 

Technische Daten

 
 

Brandschutz über mehrere Stockwerke

Holztragwerke sind in einem Brandfall ausserordentlich resistent und berechenbarer als andere Materialien, weil Holz nur äusserlich verkohlt, dabei aber seine innere Struktur schützt.  Appenzellerholz brennt durch seine Kompaktheit äusserst schlecht und verkohlt nur langsam. Tests haben gezeigt, dass unsere Vollholzwände einen hervorragenden Brandschutz bieten.

Eine 18 cm dicke Wandscheibe wird mittels aufgesetzten Gewichten von oben her belastet. Diese simulieren das Gewicht aus den Geschossdecken. Danach wird von einer Seite her eingefeuert. Bei dieser Brandbelastung entstehen Temperaturen bis 1‘100 °C.

Die Oberfläche auf der feuerabgewandten Seite der Wandscheibe erwärmt sich nach 90 Brandminuten um maximal 10 °C. 

Ein Zusammenstürzen durch das Ausglühen des Stahls wie bei Betonkonstruktionen ist bei den unseren Massivholz–Elementen nicht möglich. Dadurch, dass die Vollholzelemente keine durchgehenden Fugen haben, erreichen sie extrem gute Brandsicherheitswerte. Die Holzdübel verhalten sich im Brandfall ebenfalls vorteilhaft, Metall im Holz wird heiss und glüht aus. 

Es ist eine alte Weisheit, dass Holz nur dann gut brennt, wenn es fein ist. Schon unsere Ahnen haben die Scheiter zu Spähnen zerkleinert, um ein Feuer entfachen zu können. Holz muss also von Luft umspült sein, um gut zu brennen. Grosse Klötze brennen äusserst schlecht, sie verkohlen nur langsam an der Oberfläche. Somit bleibt die Konstruktion lange Zeit tragfähig und das Gebäude stürzt nicht ein. Ein weiterer riesiger Vorteil von unbehandeltem Holz ist, dass es auch beim Brandfall keine giftigen Ausgasungen stattfinden.

Das Appenzellerholz-System verfügt über eine VKF Nummer und ist mit der Feuerwiederstandklasse REI 90 klassifiziert.

 
 
 

Feuer und Flamme 

für etwas sein

 
 

Strahlenschutz und Lärmschutz

Durch die grosse Masse vom Holz können schädliche Strahlen (Elektrosmog und Natelantennen) weitgehend absorbiert werden. Ebenfalls hat Lärm keine Chance, in das Haus einzudringen.

 
 

ausgezeichneter Wärmedämmwert

Ob als Kälteschutz im Winter oder als Wärmeschutz im Sommer, Appenzellerholz–Wände erreichen ohne zusätzliche Dämmebene hervorragende Werte: Mit 18 cm Wandstärke einen U-Wert von 0,43 W/m²K und bereits mit einer 42 cm starken Wand, aus reinem Holz, wird der gesetzliche Wert von 0.20 W/m²K unterschritten.

Je nach Bauteilstärke, empfehlen wir eine zusätzliche Schicht aus Holzweichfaserdämmung. Weichfaserplatte ist zerfasertes Holz, das in Sachen Ökologie, Diffusionsoffenheit und Gesundheit dem roh belassenen Holz ebenbürtig ist. Die Weichfaserplatte wird ebenfalls ohne Leim und Chemikalien hergestellt, was daher auch aus Philosophiegedanken zum Appenzellerholz passt. 

Durch die dichte Masse von Vollholz und die kreuzweise Anordnung der Bretter sind die Werte betreffend der Leitfähigkeit von Wärme und Kälte hervorragend. Das heisst, es geht ein vielfaches länger, bis die Kälte im Winter respektive die Wärme im Sommer durch die ganze Wand durchdringt.

Unseres Erachtens ist diese Eigenschaft sogar wichtiger als ein theoretischer U-Wert, denn hier kann tatsächlich Energie eingespart werden.

 
 

Dampfdiffusionsoffen

Holz atmet. Da wir nirgends eine bremsende Leimschicht in unserer Konstruktion haben, kann die ganze Wand atmen. Das heisst, das Holz nimmt die im Rauminneren entstandene Feuchtigkeit im Sommer auf und gibt sie im Winter wieder langsam ab oder lässt sie bei zu viel Überschuss ganz aus dem Gebäude austreten. Es können keine "grauen" Ecken mit Schimmelbefall entstehen und die Raumfeuchtigkeit bleibt konstant, was ein gesundes Raumklima garantiert.

 
 

Erdbebensicher über mehrere Stöcke

Der Baum ist ein Meister der Statik! Die höchsten Bäume der Welt sind über 100 m hoch und haben im Vergleich einen extrem kleinen Stammdurchmesser. Eine absolute Spitzenleistung der Ingenieurkunst. Durch die Elastizität hat der Baum viele Vorteile und kann Stürmen und Schnee trotzen. Holz verliert diese Eigenschaften auch im verbauten Zustand nicht. Es bleibt in einem gewissen Sinn elastisch. Darum bricht auch ein mehrstöckiges Haus nicht gleich ein, wenn die Erde bebt, denn die Appenzellerholz–Elemente verfügen über statische Reserven, welche als Plattenverbund gewonnen werden.

Die gleichen Eigenschaften sind auch bei extremen Stürmen gefragt.

 
 
 
Brandversuch in Leipzig
brennendes Holz
verkohltes Holz
Akustik-Prüfung
Schallschutzwand
Erdbebentest
Biegeversuch
Strahlenschirmung
Wärmedämmung

Twoods

 

Lebensqualität in Holz

Vor rund 10 Jahren hatte Hannes Nägeli eine Idee, die Häuser in einem ökologischen und nachhaltigen Vollholzsystem zu fertigen. Bei der ersten Umsetzung dieser Idee wurden die Wände noch von Hand gefertigt. Danach wurde in Zusammenarbeit mit Technowood  aus Alt St.Johann eine geeignete Maschine entwickelt und gebaut die heute noch in Betrieb ist. Aus dieser Zusammenarbeit entstand dann die Firma Twoods. Unter dieser Firma treiben weitere drei Holzbaufirmen als Lizenznehmer die Entwicklung dieser speziellen Produktionstrasse weiter. Vier moderne Anlagen sind momentan in der Schweiz in Betrieb und die neuste ist in Planung um die erste in der Nägeli AG demnächst zu ersetzten.

Mit der Firma Twoods wird somit der Bogen zwischen Maschinenbauer und Holzbaubetrieben gespannt und die Produktion von diesem einmaligen Vollholzsystem über die gesamte Schweiz verbreitet. Zudem passt es zum nachhaltigen System, dass auch die Maschinen aus reiner Schweizer Ingenieurskunst gebaut wurden und das dadurch die Firma Technowood auch Auftrieb erhalten hat und nun führend weitere spezielle CNC-Bearbeitungscentern für den anspruchsvollen Holzbau realisiert.